
Autor
Christian Koch
Aktualisiert am
25. Februar 2026
Energiespeicher, Photovoltaik
Steigende PV-Preise ab April 2026? Warum sich Photovoltaik trotzdem weiterhin lohnt
Der Markt für Photovoltaik war 2024 und 2025 stark von fallenden Modulpreisen geprägt. Doch ab dem 01. April 2026 ändert sich die Situation spürbar: China hebt die Export-Rabatte auf PV‑Module auf, und auch Batteriespeicher verlieren in den kommenden Jahren ihre bisherigen Vergünstigungen. Gleichzeitig befinden sich wichtige Rohstoffe wie Silber auf einem Rekordhoch. Viele Interessierte fragen sich daher: Werden PV-Anlagen jetzt wieder deutlich teurer – und lohnt sich die Installation noch? Dieser Artikel zeigt klar und verständlich, was sich tatsächlich ändert und warum Photovoltaik trotz steigender Preise eine wirtschaftlich hervorragende Wahl bleibt.
Was passiert ab dem 01.04.2026?
China ist nach wie vor der wichtigste Produktionsstandort für Solarmodule, Speicherzellen und große Teile der PV‑Wertschöpfungskette. Die Export-Rabatte („Export Tax Rebates“) haben in der Vergangenheit dazu beigetragen, dass Module in Europa besonders günstig angeboten werden konnten.
Diese Änderungen sind nun angekündigt:
| Produktgruppe | Bisheriger Export-Rabatt | Neuer Stand ab 01.04.2026 | Aussicht bis 2027 |
|---|---|---|---|
| PV-Module | ca. 9 % | Wegfall des Rabatts | bleibt abgeschafft |
| Batteriespeicher | ca. 9 % | ca. 6 % | vollständiger Wegfall bis 2027 |
Konsequenz: Durch den Wegfall der Rabatte steigen die Kosten für europäische Händler und damit auch für Endkunden. Branchenverbände rechnen mit spürbaren Preiserhöhungen, vor allem bei Modulen im Einstiegs- und Mittelpreissegment.
Warum steigen zusätzlich die Materialpreise?
Neben den steuerlichen Veränderungen beeinflussen auch die Rohstoffmärkte die Preisentwicklung.
Silber als größter Kostentreiber
Silber wird für die Leiterbahnen jeder Solarzelle benötigt.
Aktuell befindet sich der Silberpreis auf einem Rekordhoch.
- Silber macht rund 16 % der Gesamtkosten eines Solarmoduls aus.
- Silberpaste hat einen Anteil von 30 % auf die Kosten der Solarzellen.
Auch der Preis von Polysilizium, einem zentralen Rohstoff für PV-Module, ist innerhalb des vergangenen Jahrs um über 30 % gestiegen – ein Ergebnis globaler Nachfrage, geopolitischer Unsicherheiten und steigender Energiekosten in der Herstellung.
Zusammen mit dem Wegfall der Exportrabatte rechnen Experten daher mit einer Preissteigerung von 15 bis 20 Prozent auf einzelne Komponenten.
Wird Photovoltaik damit weniger wirtschaftlich?
Klare Antwort: Nein.
Auch wenn PV‑Module im Einkauf wieder etwas teurer werden, bleibt Photovoltaik wirtschaftlich äußerst attraktiv. Der Grund liegt vor allem in den hohen Strompreisen und dem großen Einsparpotenzial durch Eigenverbrauch.
1. Eigenverbrauch bleibt entscheidend
Netzstrom kostet 2026 im Durchschnitt rund 35–45 Cent pro kWh – Tendenz weiter steigend.
Solarstrom vom eigenen Dach liegt je nach Anlagengröße und Komponentenqualität bei 8–14 Cent pro kWh.
Selbst bei etwas höheren Anschaffungskosten bleibt der Vorteil klar: Solarstrom ist langfristig deutlich günstiger als Netzstrom.
2. Einspeisevergütung stabilisiert die Wirtschaftlichkeit
Die aktuell gültigen Einspeisevergütungen sorgen dafür, dass überschüssiger Solarstrom weiterhin eine Einnahmequelle bleibt, auch wenn der Eigenverbrauch der wichtigste Faktor ist.
3. Batteriespeicher werden zunehmend wirtschaftlicher
Trotz sinkender Export-Rabatte bleiben Speicher aufgrund der steigenden Strompreise wirtschaftlich interessant. Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch oft auf 60–80 % und bietet damit eine steigende Unabhängigkeit vom Stromnetz. Viele Hersteller verbessern zudem Effizienz und Lebensdauer ihrer Speicher kontinuierlich.
4. Förderprogramme unterstützen weiterhin
Abhängig vom Bundesland oder der Kommune können Förderungen greifen, etwa:
- zinsgünstige Kredite
- Zuschüsse für Speicher
- Förderungen für PV-Plus-Anwendungen wie Ladeinfrastruktur oder Heizsysteme
Ist es sinnvoll, noch vor April 2026 zu investieren?
Viele Hausbesitzer:innen fragen sich, ob jetzt der richtige Zeitpunkt ist.
Was für einen schnellen Kauf spricht:
- aktuelle Modulpreise sind ungewöhnlich niedrig
- ab April 2026 ist ein Preisanstieg sehr wahrscheinlich
- derzeit sind Lagerbestände vieler Hersteller gut gefüllt
- kurze Lieferzeiten bei vielen Installateuren
Worauf Sie trotzdem achten sollten:
Eine Photovoltaikanlage ist eine langfristige Entscheidung. Wichtig sind:
- eine fachgerechte Planung
- realistische Ertragsberechnungen
- passende Komponentenauswahl
- ein seriöser Installationsbetrieb
Ein günstiger Preis ersetzt keine qualitativ hochwertige Planung.
Fazit: Photovoltaik bleibt eine der sichersten Energiewetten der Zukunft
Trotz steigender Rohstoff- und Beschaffungskosten bleibt Photovoltaik für Hausbesitzer:innen und kleine Unternehmen eine hochattraktive Investition. Die langfristigen Einsparungen beim Eigenverbrauch übersteigen die moderaten Mehrkosten typischerweise deutlich.
Die wichtigsten Punkte im Überblick:
- Export-Rabatte aus China fallen weg → Module werden teurer
- Silber- und Rohstoffpreise steigen → weitere Preisimpulse
- Photovoltaik bleibt extrem wirtschaftlich durch hohen Eigenverbrauch
- Speicher erhöhen die Unabhängigkeit und langfristige Stromkostensicherheit
- Förderungen und Einspeisevergütung unterstützen weiterhin
Wenn Sie sicherstellen möchten, dass Sie noch von den aktuell günstigen Marktpreisen profitieren, kann ein zeitnaher Start in die Planung sinnvoll sein.
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