
Autor
Christian Koch
Aktualisiert am
24. Juni 2026
Photovoltaik
SAT.1 Dreh bei 37 °C – und ein Thema, das viele bewegt
Für einen Dreh eines Beitrags des Nachrichtenformats 17:30 LIVE begleitete uns ein Kamerateam von SAT.1 zur Modulinstallation bei einer Kundin. Wir freuen uns, unsere Sicht aus der Praxis darlegen zu können und auch, dass die Anlagenbetreiber durch Beiträge wie diesen zu Wort kommen können.
Worum es im Beitrag ging:
Der Beitrag thematisiert den geplanten Wegfall der Einspeisevergütung, welcher ab 2027 kommen soll. Wie auch der Tagesschau-Beitrag, bei dem wir zu Gast sein durften, bezieht dieser verschiedene praktische Sichtweisen ein, um die Probleme des EEG-Entwurfs darzustellen.
Wir freuen uns, dass wir auch hier einen Einblick aus der Praxis liefern konnten und unsere Sicht als Photovoltaikdienstleister darlegen durften. Zugleich ist es auch wichtig, dass unsere Kundin als zukünftige Anlagenbetreiberin zu Wort kam und auch Ihre Perspektive äußern konnte.
Denn die Energiewende wird von den Menschen vor Ort getragen, die privat in Photovoltaik investieren und so aktiv zum Klimaschutz beitragen, regionale Stromerzeugung ermöglichen und Deutschland von teurer Kohle und Gas unabhängiger machen. Der geplante Wegfall der Einspeisevergütung und die unklare Kommunikation darüber verunsichern, hemmen private Investitionen und bremsen so die Energiewende aus.
Den ganzen 17:30 LIVE Beitrag können Sie hier ansehen: zum Beitrag vom 22.06.2026 von SAT.1
Was der Wegfall der Einspeisevergütung jetzt bedeuten würde
Generell sind Photovoltaikanlagen auch ohne Förderung finanziell rentabel. Der überschüssige Strom wird dann direkt vermarktet und für aktuelle Börsenpreise vertrieben. Doch momentan sind die Voraussetzungen dafür für kleine Anlagen schlichtweg nicht gegeben.
- Um an Direktvermarktung teilzuhaben, werden intelligente Messsysteme (sog. Smart Meter) benötigt. Diese müssen vom Netzbetreiber bereitgestellt werden. Jedoch sind die Netzbetreiber seit Jahren im Verzug, um die immer steigende Nachfrage an Smart Metern zu decken, sodass viele den Strom unentgeltlich einspeisen müssten.
- Da mit dem Strom nicht vom Anlagenbetreiber selbst an der Strombörse gehandelt werden kann, muss dies über einen Direktvermarkter passieren. Die Gebühren, die dafür anfallen sind momentan so hoch, dass es sich für kleinere Anlagen nicht lohnt den Strom direkt zu vermarkten. Grund dafür ist eine fehlende digitalisierte und standardisierte Marktkommunikationsprozesse bei allen 800 Netzbetreibern.
Dreh und Modulinstallation bei 37°C
Bei 37 °C auf dem Dach sind wir ordentlich ins Schwitzen gekommen – aber genau solche Tage zeigen, was Energiewende in der Praxis bedeutet: anpacken, umsetzen und Lösungen finden.
Was politisch diskutiert wird, ist für uns nämlich kein abstraktes Thema – wir erleben die Auswirkungen jeden Tag auf der Baustelle und in der Beratung.

Fazit
Der Tag mit SAT.1 hat noch einmal deutlich gezeigt:
Die Energiewende entscheidet sich nicht nur in der Politik – sondern direkt auf den Dächern und bei den Menschen vor Ort.
Auch wenn die Einspeisevergütung in Zukunft wegfallen sollte:
- Photovoltaik lohnt sich weiterhin, dafür müssen aber Rahmenbedingungen wie Netzinfrastruktur gegeben sein
- Eigenverbrauch ist wichtiger denn je
- Gute Planung ist für ein erfolgreiches Photovoltaikprojekt entscheidend
Und genau dabei unterstützen wir unsere Kund:innen jeden Tag – von der ersten Frage bis zur fertigen Anlage auf dem Dach.
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